Persönliche Vermögensaufstellung erstellen

Finanzen · Lesezeit 6 Min.

Wer weiß, wie viel er eigentlich besitzt und wie viel er schuldet, hat einen entscheidenden Vorteil bei der finanziellen Planung. Eine persönliche Vermögensaufstellung, auch Net-Worth-Berechnung genannt, ist der Startpunkt für jede ernsthafte Finanzplanung. Sie zeigt auf einen Blick, wo Sie stehen und in welche Richtung Sie gehen.

Finanzen

Was gehört dazu?

Eine Vermögensaufstellung listet alle Vermögenswerte und alle Schulden auf. Zu den Vermögenswerten zählen: Kontoguthaben, Tages- und Festgeld, Wertpapiere (Aktien, ETFs, Fonds), Immobilien, Fahrzeuge und wertvolle Gegenstände. Zu den Schulden gehören: Dispokredit, Ratenkredite, Hypotheken, offene Rechnungen und Leasingverpflichtungen. Die Differenz aus Vermögenswerten und Schulden ist das Nettovermögen. Ist diese Zahl negativ, bedeutet das, dass die Schulden die Vermögenswerte übersteigen.

Nutzen Sie den Sparziel-Rechner, um zu sehen, wie sich Ihr Nettovermögen bei monatlichem Sparen entwickeln wird.

Schritt für Schritt erstellen

Erstellen Sie eine Tabelle mit zwei Spalten: Vermögenswerte und Schulden. Tragen Sie alles ein, mit genauen Beträgen. Für Immobilien nehmen Sie den aktuellen Verkehrswert, nicht den Kaufpreis. Für Autos können Sie den aktuellen Restwert ermitteln. Vergessen Sie nicht die Altersvorsorge: Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Rentenversicherungen haben einen aktuellen Rückkaufswert, der zu den Vermögenswerten zählt. Etwas komplizierter sind Investment-Portfolios, die man am besten über die Depotauszüge aktualisiert.

Regelmäßig aktualisieren

Eine einmalige Vermögensaufstellung ist nützlich, aber ihr wahrer Wert entfaltet sich, wenn man sie regelmäßig aktualisiert. Vierteljährlich oder mindestens einmal im Jahr alle Werte überprüfen und aktualisieren. So erkennt man Trends: Wächst das Vermögen, stagniert es oder schrumpft es? Wenn die Schulden schneller abgebaut werden als die Vermögenswerte wachsen, geht es in die richtige Richtung. Der umgekehrte Fall ist ein Warnsignal, das zum Handeln auffordert.

Der psychologische Effekt

Neben den reinen Zahlen hat eine Vermögensaufstellung auch einen psychologischen Nutzen. Sie nimmt die Unsicherheit und das diffuse Gefühl, "irgendwie nicht genug zu haben". Wenn man schwarz auf weiß sieht, was man besitzt, entsteht oft ein Gefühl der Kontrolle und Motivation. Man erkennt Fortschritte, die im Alltag untergehen, und kann gezielt an den Bereichen arbeiten, die Verbesserungspotenzial haben.